AMR Studio bringt diese Beweglichkeit in den Betrieb. Dort werden Fahrbereiche, Übergabepunkte, Missionen und Verkehrsregeln angelegt. Der integrierte Fleet Manager übernimmt anschließend Auftragsvergabe, Routenauswahl und Verkehrssteuerung für die Flotte. Gerade an Engstellen, Kreuzungen, Ladebereichen oder Übergabepunkten ist das entscheidend. Durch dynamische Auftragszuweisung und ein abgestimmtes Verkehrsmanagement kann der Materialfluss flexibel reagieren, wenn ein Fahrzeug wartet, eine Route blockiert ist oder ein Auftrag in der Priorisierung nach oben wandert.

Die Betreiberin oder der Betreiber sieht in Echtzeit, wo die Fahrzeuge stehen, welchen Auftrag sie bearbeiten, wie der Batteriestatus aussieht und ob es Störungen oder Engpässe gibt. Damit bleibt das System im laufenden Betrieb anpassbar.

So viel zur Software. Wie schlägt sich Flexley Stack F712 beim Handling von Lasten?

Gonzales: Gerade Palettenprozesse sind im Alltag selten so sauber, wie in der Prozessbeschreibung. Paletten stehen schräg, Ladungsträger unterscheiden sich, Stellplätze sind eng, die Toleranzen in Hochdichtelagern noch enger. Flexley Stack F712 ist darauf ausgelegt, Lasten präzise aufzunehmen, sicher zu transportieren und genau abzusetzen. Für die Betreiberin oder den Betreiber zählt dabei die Wiederholgenauigkeit. Ob die Aufnahme am Boden oder das Absetzen an Übergabepunkten: Der AMR muss denselben Vorgang über viele Schichten hinweg zuverlässig schaffen. Je verlässlicher der Stapler positioniert und stapelt, desto besser lassen sich Flächen ausschöpfen und Fehler vermeiden. Die Positioniergenauigkeit beträgt dabei auf Flottenebene ±10mm.

Auch die Sicherheit spielt eine große Rolle: im 24/7-Betrieb und für die zukünftige Skalierbarkeit. Der Stapler ist auf die einschlägigen Sicherheitsanforderungen für autonome Flurförderzeuge in Europa und den USA ausgelegt, einschließlich aktueller ISO- und ANSI/B56.5-Vorgaben.

Welches Knowhow ist erforderlich, um einen Gabelstapler-AMR zu bedienen?

Gonzales: Vielen Lagern gehen die erfahrenen Logistiker in Zeiten des Fachkräftemangels aus. Gleichzeitig steigen Durchsatz, Taktung und Komplexität. Deshalb ist Flexley Stack F712 auf schnelle Inbetriebnahme und einfache Bedienung ausgelegt. Der AMR-Stapler nimmt Mitarbeitenden im Lager einiges an Mikromanagement ab und reduziert die Komplexität.

Über die intuitive Bedienoberfläche in AMR Studio lassen sich Fahrbereiche, Sperrzonen, Übergabepunkte, Aufträge und Verkehrsregeln nachvollziehen und anpassen. Mitarbeitende sehen, wo der Stapler fährt, warum er wartet, welcher Auftrag aktiv ist oder wo sich ein Engpass bildet. Das erleichtert die Einarbeitung. Natürlich geht es nicht ganz ohne Schulungen. Im Alltag sollten Betreibende aber nicht bei jeder Änderung auf externe Expertinnen und Experten warten müssen.

Wie gestaltet sich der AMR-Einstieg – gerade für Lager, die noch nicht mit AMR arbeiten?

Gonzales: Der Einstieg kann mit einem einzelnen Gabelstapler-AMR erfolgen, ohne Marker, Reflektoren oder größere Umbauten. Visual SLAM reduziert den Infrastrukturaufwand, AMR Studio vereinfacht die Einrichtung und Anpassung im Betrieb. In Kombination kann die Inbetriebnahme um bis zu 20 Prozent schneller gelingen.

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